I-KON informiert: Anforderungen der 31. BImSchV an Lackierbetriebe

Geltungsbereich

Anlagen, die im Anhang I genannt werden, fallen in den Geltungsbereich der 31. BImSchV, wenn sie die genannten Schwellenwerte überschreiten. Je nach Art der Anlage wurden unterschiedliche Schwellenwerte festgelegt. Einen Überblick über einige ausgewählte Anlagen und deren Geltungsbereich gibt Tabelle 1. Der Betreiber einer nicht genehmigungsbedürftigen Anlage, bei der für die jeweilige Tätigkeit der in Anhang I genannte Schwellenwert für den Lösemittelverbrauch überschritten wird, hat dies der zuständigen Behörde anzuzeigen.

Anforderungen an Emissionen

Die 31. BImSchV sieht zwei gleichberechtigte Ansätze zur Begrenzung der VOC-Emissionen vor: Die Einhaltung von Emissionsgrenzwerten (für gefasste Abgase, diffuse Emissionen, Gesamtemissionen sowie die für die Anlage festgelegten besonderen Anforderungen) oder den Einsatz eines Reduzierungsplans. Beide Möglichkeiten sind schematisch in Abbildung 1 dargestellt. Bei genehmigungsbedürftigen Anlagen muss – unabhängig davon, welcher Weg vom Betreiber gewählt wurde – stets der Stand der Technik angewendet werden.

Die Anforderungen bei Einhaltung der Emissionsgrenzwerte sind in Tabelle 3 für einige ausgewählte Anlagen dargestellt.

Bei Einsatz eines Reduzierungsplanes muss eine Emissionsminderung in mindestens der gleichen Höhe erreicht werden, wie bei Einhaltung der Grenzwerte. Entscheidet sich der Betreiber für einen Reduzierungsplan nach Anhang IV B, so gilt die Gleichwertigkeit als nachgewiesen. Für einige Anlagen gibt es auch die Möglichkeit, einen vereinfachten Nachweis zur Einhaltung des Reduzierungsplanes zu führen.

Entscheidet sich der Betreiber für einen Reduzierungsplan, so muss er diesen der zuständigen Behörde rechtzeitig vor Inbetriebnahme der Anlage und danach jährlich vorlegen.

Für VOC, denen mindestens einer der Gefahrenhinweise H340, H350, H350i, H360D, H360F, H341 oder H351 zugeordnet werden kann, oder die der Klasse I der TA-Luft zuzuordnen sind, wurden härtere Anforderungen festgelegt.

Messung und Überwachung

Für die Messung und Überwachung der Emissionen von genehmigungsbedürftigen Anlagen finden die Anforderungen der TA Luft Anwendung. Der Betreiber einer nicht genehmigungsbedürftigen Anlage muss erstmals bei Neuanlagen und wesentlich geänderten Anlagen frühestens drei Monate und spätestens sechs Monate nach der Inbetriebnahme und sodann wiederkehrend in jedem dritten Kalenderjahr die Einhaltung der Grenzwerte durch eine bekanntgegebene Stelle nachweisen lassen.

Die Einhaltung der Anforderungen an diffuse Emissionen, Gesamtemissionen sowie die für die Anlage festgelegten besonderen Anforderungen, muss mindestens einmal in einem Kalenderjahr durch eine Lösemittelbilanz nachgewiesen werden.

Anforderungen der 31. BImSchV an Lackierbetriebe (PDF-Dokument)

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